Dienstag, 15. Mai 2012

Stille Post

Das Schöne an unserer Sprache ist ja, man könnte im persönlichen Gespräch pro Aussage mehr als 140 Zeichen verwenden. Wird aber nicht gerne genutzt.
Tendenziell eher 30 Buchstaben. Daher kommt wohl auch den Erfolg von SMS und Twitter.
Satzeinsparungsmöglichkeiten werden konsequent beim Einstieg in ein Gespräch genutzt, in dem man  zur Begrüßung ein einfaches „Guten Tag“ oder "Hallo" weg lässt.
„Bitte“ ist auch ein völlig überbewertetes Wort, kurz vor dem Aussterben.

Daraus ergeben sich folgende, gängige "Gespräche":

-"Rechnung zahlen". - "Hmm".
-"Einmal 15 € aufladen".- "Gerne"

Ich habe eine Freundin, die war in ihrem früheren Leben Postbotin in einem kleinen Bezirk Namens Opherdicke (gesprochen: Op-Herdicke, nicht Opa-dicke).
Frau A. aus H., 17.180 Einwohner.
Damals, als die Briefe noch nicht elektronisch, sondern von den Postboten von Hand sortiert wurden, konnte ich ihr Postkarten von überall her schicken, nur mit Ihrem Vornamen, Postleitzahl und Ort. Ohne Angabe ihrer Straße und Hausnummer. Weil natürlich jeder Postmitarbeiter der ortsansässigen Post sie kannte. Das hat mich sehr fasziniert. Auch wenn der Enkel mal eine Postkarte an Oma Lindemann im Ort, ohne Adresse, geschickt hat, haben die Postboten Oma Lindemann irgendwie gefunden.
Ich habe dann mal ausprobiert wie weit man die Angaben reduzieren kann. Postkarte mit Angabe des Vornamens und der Postleitzahl, Briefmarke rauf und los. Und kam an!!!

Meine Kunden versuchen das mit mir auch oft:

"iPhone".

Kommt nicht so gut an.

Montag, 14. Mai 2012

Neuste Wortschöpfungen


Es hat sich im letzten Jahr technisch jede Menge getan im Mobilfunk.
Da kommen meine Kunden nicht immer alle so schnell mit und daraus ergeben sich jede Menge neuer Wortschöpfungen:

"Ich suche ein Table"  - gibt’s im Möbelladen
"Haben Sie auch Tabletts?" -gibt’s in der Haushaltswarenabteilung
(Tablet-PC)

Kennt jemand von Euch einen
-Touchstream,
-eine Playback-Karte,
-oder hat jemand einen Vertrag bei Vattafone?

-"Ich will kein nju tub auf meinem Handy" (YouTube)
-„Ich bin nämlich bei famebook“ (facebook)
-"Ich will ein Handy mit dem ich diese Quadrate, die es überall gibt, abfotografieren kann." (Bildcode Scanner)

Und ihr ahnt es sicher: Die Sims-Karten haben auch nichts mit dem namensgleichen Computer Spiel zu tun.

Und wir raten immer fleißig weiter Kundenwünsche...

Freitag, 11. Mai 2012

Völlige Funktionslosigkeit


Am Wochenende ist mein Blackberry zur völligen Funktionslosigkeit zusammengebrochen.
Mit Hilfe von Update, Backup, kompetenter Hilfestellung meines Lieblingsadministrators und diverser Hotlines, nach mysteriösen Vorfällen auf dem Display und in den Einstellungen, Verlust von Freunden, da ich nur noch die Rufnummern auf der Simkarte hatte, hat er gerade noch pünktlich die Kurve bekommen. Denn, große Gefahr!
Die ersten iPhone- Hüllen „Gameboy“, „Kassette“ und „Taschenrechner“ sind heute eingetroffen.
Beinahe wäre Blackberry der vermutlich letzte, tapfere Kunde von der Schippe gesprungen. Und alles nur wegen einer GummiHülle…


Montag, 7. Mai 2012

Mit dem Gameboy telefonieren



Zu meiner Zeit als Promoter vor ca. 14 Jahren arbeitete ich für E-plus, verkaufte besagte "Friesie-isie" Karten (Post vom 24.2.12) und hatte mein erstes Nokia 5110/5130 von 1998.

http://en.wikipedia.org/wiki/Nokia_5110

O.k., davor hatte ich schon ein grünes PT 11 und ein 1610 von 1996 ohne SMS Funktion (ja, wir hatten eine traurige Jugend...).

Zu Weihnachten arbeitete ich für Nintendo und hatte natürlich auch mein liebstes Spielzeug, einen Gameboy "Spezial Edition" in blau.

http://de.wikipedia.org/wiki/Game_Boy

Zu dieser Zeit brachte Nintendo für den Gameboy eine Art Kamera zum aufstecken heraus. Das ausgedruckte schwarz/weiß "Foto" auf Papier sah dann aus wie ein Briefmarken-großes Fax.
Jaha, sehr fortschrittlich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Game_Boy_Camera

Und ich hatte einen "Sony Walkman" (für die Facebook-Generation: Kassettenrekorder in Hosentaschengröße, nicht Balkon-groß auf der Schulter und natürlich auch ohne "Ericsson").
Hey, voll technisch ausgerüstet für eine junge Frau damals!

Während ich also in irgendeinem Kaufhaus so rumpromotete, stellte ich mir vor, wie praktisch es doch wäre, wenn es all diese Geräte in einem gäbe. Kein Quatsch, ich hätte damals wirklich nicht geglaubt, dass das möglich ist... Und letzte Woche dann habe ich gesehen, dass mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist:

Eine junge Frau ging an mir vorbei und telefonierte in einen altmodischen, grauen Gameboy hinein! Und einen Tag später sah ich jemanden auf einem Oldtimer-Vespa-Treffen mit einer Tonträger-Kassette telefonieren...

Ich wollte ja nie ein iPhone. Aber nur damit geht das. Man braucht nur die passende Silicon-Hülle in Gameboy-Optik für die Rückseite und schon geht mein alter Wunsch in Erfüllung:
Ein Gameboy der alles kann. Herrlich oldshool. Sorry mein liebes Blackberry, aber Deine Grundform gibt das leider nicht her. Bestimmt gibt es auch eine App für "Snake", den alten Handy-Spiel-Klassiker von Nokia und "Donkey Kong" von Nintendo.
Vielleicht benutze ich dann ja damit doch mal heimlich das iPhone.

Ja, alle Hipster werden jetzt gelangweilt die Augen verdrehen, ihr kennt sie schon, aber ich hab die Hüllen trotzdem für meine Kunden bestellt. (Modell Taschenrechner gibt es auch.). Und seid man froh, ihr müsstet sonst  heutzutage den ganzen Klimbim einzeln in Euren Jutebeuteln mit Euch rum schleppen.



Freitag, 4. Mai 2012

Der direkte Draht zu Prinzessin Lillyfee



"Mama, was ist das?", fragt meine 4-jährige Nichte  ihre Mutter.
" Eine Telefonzelle."
"Und wozu ist die?"
"Da kann man jemanden mit anrufen."
Verständnisloser Blick der Tochter. Muttern denkt auch nach. Ja, wozu braucht man so etwas eigentlich  heute noch?
"Naja, also wenn man mal kein Handy mit hat, dann kann man damit jemanden anrufen."...

Ich vermute ja, meiner Nichte ist diese ominöse Gerätschaft nur aufgefallen, weil da so ein wunderschöner Pink-farbener Hörer dran ist. Und ich glaube, das ist eigentlich der direkte Draht zu Prinzessin Lillyfee. Das probieren wir demnächst mal aus...

Samstag, 28. April 2012

Meckern auf hohem Niveau


Meine Bloggerfreunde und ich meckern ja meist auf hohem Niveau, und haben auch noch Spaß daran. Unsere Leser offensichtlich auch. Ich will damit sagen, wir schimpfen auf vieles, aber wirkliche Herausforderungen sind das natürlich nicht.
Heute möchte ich Euch mal auf den Blog von Jule aufmerksam machen. Kurz vor ihrem vermutlichen Gewinn bei den Deutsche Welle Blog Awards.
Finde ich einfach toll, was Sie schreibt und wie...:
"Persönliches Weblog einer sehr jungen Frau, die mit 15 Jahren durch einen Unfall querschnittgelähmt wurde. Sie gibt einen sehr direkten und unverblümten Einblick in ihr Leben."
Sie hat zwar schon unerwartet viel Aufmerksamkeit bekommen, dadurch dass Sie jemand bei den BOB`s (Deutsche Welle Blog Awards) vorgeschlagen hat, aber auch Ihr könnt täglich! wieder neu, bis zum 2.Mai für sie voten, wenn Ihr auch begeistert seid. Sie steht da z.Z. auf Platz 1 mit 41% vor Sash mit seinem Taxi-Blog (30%).

Mittwoch, 18. April 2012

Ich habe eine rosa Nichte


Dieses Trauma teile ich offenbar mit vielen anderen Müttern und Familienangehörigen. Es scheint aber bisher noch keine Betroffenenvertretung zu geben.

Liebe Nichte,
Du wirst in ein paar Tagen 4 Jahre alt.
Das rosa-pink-Schicksal Deiner Familie begann schleichend, wurde erst belächelt, dann mit allen Mitteln bekämpft. Deine Mutter hast Du zum Wahnsinn getrieben mit der ständigen Wiederholung: „Meine Lieblingsfarbe ist PINK.“
Mit dem dagegen setzen unserer Lieblingsfarben: Mama mag grün, die Tante mag am liebsten blau und Papa mag auch was anderes, hatten wir keine Chance gegen Deine rosa Welt, die sich ständig und im Wahnsinnstempo  vergrößert. Seit  ca. einem halben Jahr unterliegen wir Deiner Armee aus einer Kavallerie Filly-Pferden, Barbies und Kampf-HelloKittys, angeführt von  Prinzessin Lillyfee… Sie sind auf dieser Welt einfach in der Überzahl und reproduzieren sich ständig selbst.
Im Winter zog ich auf dem Trödelmarkt aus einem Haufen Kinderkleidung ein Barbie-T-Shirt und eine pinkfarbene Plüschjacke. Mitleid heischend sagte ich zu der Mutter hinter dem Stand: „Ich habe eine rosa Nichte…“. Ich wollte ja auch nicht, dass jemand denkt, ich hätte mein vermeintliches Kind pädagogisch nachlässig erzogen. Sie winkte nur wissend ab und sagte: „ Hatten wir auch mal, ist aber jetzt vorbei“. Und macht eine ausladende Handbewegung über Ihren rosa Kinderspielzeug Stand.  Hoffnung keimte in mir auf! „Wie lange geht denn das so?“ – „ Bei uns ging es bis sie 8 Jahre alt wurde“….
Au weia, noch viereinhalb Jahre!!! Das war also erst der Anfang.
Kurz vor Weihnachten bekam ich in der Spielzeugabteilung vom Kaufhof von einem jungen Mann eine Fachberatung für Filly-Pferde. Ich brauchte eins mit Flügeln, die im dunklen leuchten. Ich war überwältigt vom Angebot. Später konnte ich dann immer mitreden, wenn Erwachsene sich über Filly-Pferde unterhielten.
Über das Höllenwesen HelloKitty wusste ich schon alleine Bescheid. Aus den Berichten eines Freundes ( botschaftsangehoerigenangehoeriger ),der für ein paar Jahre in Tokyo lebt. Ich hab Dir aber noch nicht davon erzählt, dass  es auf der anderen Seite der Welt Dein Schlaraffenland gibt.
Neulich kam ich in Dein neues Zimmer und wurde von Pink erschlagen. Die Höllenkatze HelloKitty starrte mich übergroß von Deinem pinkfarbenen Bettzeug an und ich frage mich wie man darin ruhig schlafen kann. Ein rosa Zeltschloss versuchte mich in sein Inneres zu locken und ein rosa CD-Player säuselte mir süße Geschichten von Prinzessin LillyFee in´s Ohr. Du hast mich mit Deinem pink Fotoapparat fotografiert, den Du von der Schnullerfee bekommen hast. Und ich habe Angst, wenn ich mich zu lange in Deinem Zimmer aufhalte, dass es abfärbt. Erste Anzeichen sehe ich an Deiner Mutter. Sie betont allerdings, die Farbe ihres T-Shirts sei „Hibiskus“.
Das rosa Grauen nimmt weiterhin ungebremst seinen Lauf und wir folgen ihm völlig paralysiert. Ich kenne inzwischen Dein Lieblingshotel. Das ist aber auch, wie Tokyo, mein Geheimnis vor Dir. Dort ist alles pink, sogar die Telefone. Ich hatte dort ein romantisches Wochenende .Nun finde ich pink auch irgendwie manchmal romantisch….
Ostern hast Du erklärt, Du wünscht Dir zum Geburtstag eine Barbie und ein Barbie-Schloss.
Deine Mutter hat sofort erwidert, Barbie ja. Schloss nein. Zu teuer (zu groß, zu rosa….).
Einen Sonntag später fahre ich zufällig an einem Trödelladen-Schaufenster vorbei. Und da steht es. Das Barbie-Schloss. Man hat ja inzwischen einen Blick für sowas.
Gestern vor der Arbeit  bin ich also ans Ende der Stadt gefahren. In der rosa Spielzeugabteilung des voll gestopften SozialLadens stand ich mit der Verkäuferin (ca. 70 Jahre alt) und ließ mich fachkundig über Barbieschlösser beraten. Sie versicherte mir, es wäre nur das „kleine Schoss“. Ich glaube aber, heimlich war sie froh, wieder Platz für 30 zukünftige, gebraucht FillyPferde zu haben, von denen  sich eine 12 Jährige trennen wird.
Das Schloss wurde minütlich billiger. 10€, 8€, 7€. Habe ich komisch geguckt? Wieder habe ich mich damit entschuldigt eine rosa Nichte zu haben.
Für Deinen kleinen Bruder konnte ich dort auch mit Hilfe der versierten Verkäuferin nix finden.
„Hab ick och schon zu meene Freundin jesacht, für Jungs ham wa hier nüscht, allet rosa, wat die hier abjebm“
Ich habe ernsthaft überlegt nach meinem  Einkauf erst einmal nach Hause zu fahren, um das Schloss los zu werden. Obwohl meine Mitarbeiterin schon auf mich wartete.
Aber ich war tapfer. So bin ich also in gepflegter Businesskleidung mit hohen Schuhen, Kleid, schickem Mantel und Handtasche mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Süden in den Norden der Stadt gefahren. Mit einem rosa Schloss in einer ollen, knittrigen Woolworth-Plastiktüte.
Meine Mitarbeiterin Frau G. aus N. war völlig unbeeindruckt von Deinem tollen, rosa Barbie-Schloss. Sie hat Ihren Barbiepuppen schon vor 7 Jahren die Haare abgeschnitten und eigene Kinder hat sie nicht.
Pink hört sie nur mit Ihren riesigen, schwarzen Kopfhörern auf Ihrem Handy...

Mittwoch, 14. März 2012

Eiangriff

Gestern Vormittag habe ich ein großes, weißes  Kunststoffei, mit roter Seiden-Schleife um den Bauch, in einen Buchstaben unserer Außenwerbung, über unserem Schaufenster dekoriert. Iss ja bald Ostern...
Größe vom Ei: 30 cm, Durchmesser 20 cm.
Dafür musste ich mir extra die die große Leiter aus der Parfümerie nebenan borgen. Und weil ja eins zum anderen kommt, habe ich  auch gleich Buchstaben-Frühjahrsputz gemacht.
Heute Morgen ist das Ei weg!
Nein, nicht von nächtlichen Eierdieben gestohlen.
Es hat sich selbständig gemacht und ist gestern Nachmittag neben einem Hund aufgeschlagen.
Frau G. aus N. hat es live gesehen. Der Hund ist vor lauter Entsetzen verdammt hoch gesprungen, vermutlich hat er heute noch Herzrasen.

Donnerstag, 8. März 2012

Eine Liste für Prepaidkarten

Kunde: "Haben Sie bitte eine Liste wo ich Guthaben für Prepaid-Karten aufladen kann?"
Mffv: "Das kann man doch an so vielen Orten..."
Kunde: "Ja dafür hätte ich gerne eine Liste."
Mffv: "...Mobilfunkgeschäfte, bei der Post, Tankstellen, Zeitungsläden, Elektrofachmärkte, Automaten, Supermärkte....So eine Liste müsste ja quasi alle 3 Stunden aktualisiert werden."
Kunde: "Gut, dann eben eine wo ich sie nicht kaufen kann."
Mffv: "Im Strumpfladen?"

Die Kunden, die hinter ihm standen bemerkten dann, nachdem er ohne seine Liste, und missmutig ging:
"Er hat Sie angesehen als wollten Sie ihn veralbern."
Mffv: "Meinen Sie etwa wegen des Strumpfladens?"

Hilfe!!! Warum machen die das mit mir?!? Ich bin doch hier ganz alleine!!!

Freitag, 2. März 2012

Flugzeugmodus

Herr Petterson kommt um mich zu fragen, was wohl mit seinem Telefon los ist, er kann gar nicht telefonieren.
Im Display steht "offline modus".
Ich will ihn beruhigen: "Ach, das ist nicht schlimm, das ist ein Flugzeug-Modus, eine Einstellung damit man auch im Flugzeug...."
"Nein- ich bin nicht geflogen!"
( Kann man sich auch versehentlich im Taxi verstellen...)


Dienstag, 28. Februar 2012

Kaputt ist keine Fehlerbeschreibung

Eine ältere Dame kommt im Stechschritt, gefolgt von ihrem Mann, zu meiner Kollegin in den Laden.
Die Kundin knallt ein Handy auf den Tresen und meckert:
"Das Handy von meinem Mann ist kaputt!"
(Ich denke heimlich: kaputt ist keine Fehlerbeschreibung, sagte mal eine andere Mitarbeiterin, Frau K. aus F.)
Kollegin: "Wie macht sich das bemerkbar?"
Kundin: "Na wenn er mich anruft, höre ich ihn nur ganz leise."
Kollegin: "Darf ich mir ihr Telefon mal ansehen?"
Kundin: "Ich-habe-doch-gesagt, das-SEIN-Handy-kaputt-ist!"
Der Mann: "Berta, bleib doch mal ruhig und lass die Frau mal machen."
Kollegin: "Hören Sie denn alle Anrufer nur sehr leise?"
Kundin: "Ja, aber mein Handy ist in Ordnung!"
Kollegin: "Darf ich mir ihr Handy trotzdem mal ansehen?"
Kundin: "HABEN SIE EINEN AN DER WAFFEL!!!"
Der Mann: "Berta, lass die Dame doch mal gucken, die hat doch Ahnung."
Kundin: "Halt die Klappe Herrmann, ich hab auch Ahnung."
Die Kollegin sieht sich das Handy der Kundin an, stellt den Lautsprecher des Gerätes lauter und bittet beide noch einmal miteinander zu telefonieren, ob es jetzt besser ist, mit der Lautstärke.
Beide telefonieren und dann sagt die Kundin:
"Der Fehler ist weg, aber sehen Sie, an meinem Handy lag es nicht!" und verlässt hoch erhobenen Hauptes das Geschäft, gefolgt von Ihrem Mann, der sich heimlich noch bedankt hat.


Freitag, 24. Februar 2012

Sehr geehrte Kunden,

ich würde mich freuen, wenn Sie vollständige Sätze benutzen würden und weitgehend treffende Bezeichnungen.
Es  verstört mich, wenn Sie hereinkommen mit dem Satz .„15 Euro.“
Dazu noch in einem Ton, als würden Sie mich gleich mit  einer Waffe bedrohen, obwohl Sie eigentlich ein Guthaben für 15€ für Ihr Prepaid Handy möchten.
Oder  wie gerade heute wieder geschehen:
„Ich möchte mein Handy aufladen.“
„Mit Strom oder Guthaben?“
„Guthaben.“
„Für 15€, 25€ oder 50€?“
„10€“ …
Free&Easy-Karten für E-plus wurden abgeschafft. Vermutlich  weil Friesie-isie  dabei raus kam.
Fläids (Flatrates) werden dafür immer beliebter. Als DSL-Fläid, oder gerne auch als Handy-Fläid.
Neulich erklärte mir ein Kunde, er sei schon seit Jahren „Betreiber“ unseres Mobilfunknetzes. Ich war ehrlich erstaunt. Stellte sich dann allerdings als Nutzer heraus. Nachdem wir die Kündigung für ihn abgefaxt haben.
„Haben Sie das neue Nasu, Nesa, Nixa oder so?“ -"Welcher Hersteller denn?" -"Weiß ich nicht". Ja, mein Herr, es gibt 1.000 aktuelle Handys auf dem Markt. Da rate ich doch gerne mal: "NEXUS von Samsung? Und, möchten Sie das mit oder ohne Vertrag?"
"Weiß ich noch nicht." Aha, Vorbereitung ist das halbe Leben.
Vielleicht erst mal nur so gucken.

Dienstag, 21. Februar 2012

Mäuse melken

Der Laden ist voll.
Eine Kundin steht am Tresen, wir bemühen uns seit geraumer Zeit ihr  kompliziertes Problem zu lösen.
Kundin 1: „Das ist ja zum Mäuse melken!“
Kundin 2, ungeduldig aus dem Hintergrund: „Das will ich sehen wie Sie Mäuse melken!“
Kundin1: „Das werden Sie sehen. So wie ich melke, wird daraus ´ne Kuh!“

Eine Kuh im Laden wäre mir aber nicht recht gewesen.

Dienstag, 14. Februar 2012

Ein Kunde im schwarzen Anzug, mit Hut und Sonnenbrille


Kollegin: Was war mit dem denn los?
Ich: Vielleicht war er im Auftrag des Herren unterwegs.
Kollegin: Und welchen Auftrag hatte der jetzt?

Dienstag, 7. Februar 2012

Was denkt wohl so ein Kunde?

Ich frage Euch, was bewegt einen Menschen in ein offensichtlich volles Mobilfunkgeschäft ( mit mindestens 5 Kunden mit Beratungbedarf und Gepäck) zu gehen und nach 2 Minuten ungeduldig mit den Füßen zu scharren?
Ich verkaufe keine Briefmarken, was die Erwartung einer kurzen Wartezeit in der Warteschlange rechtfertigen würde. Auch ist das große Schaufenster, wie bei einschlägigen Läden auf der Reeperbahn, nicht ab geklebt, sodass der Überraschungseffekt, dass es voll ist, erst drinnen kommt. Selbstverständlich verlässt dieser Kunde dann nach 3 Minuten laut schimpfend den Laden.
Aber vielleicht hat er einfach nur mal eine Bestätigung für seine schlechte Laune gesucht und geht jetzt zum Juwelier pöbeln....
Das passiert übrigens nicht nur 1x am Tag. Gerne werden ich und die Kunden auch in entsprechendem Ton darauf aufmerksam gemacht, dass man keine Zeit hätte, da schließlich gleich der Bus kommt!
( Kommt übrigens auch öfter am Tag)

Samstag, 4. Februar 2012

Ein Kunde aus KW

KUNDE: "Ich hab da mal ´ne Frage:
Wenn ich eine Internetflatrate auf meinem Handy habe, und zu meiner Geschwindigkeit von 200MB noch 500 MB dazu buche...?"
MFFV: "Entschuldigen Sie, aber Sie meinen vermutlich die Datenmenge, die Geschwindigkeit wäre in diesem Fall 7,2 MBit/s..."
KUNDE: "Sie haben ja überhaupt keine Ahnung!!! Ich bin froh wenn ich nachher wieder im Königswusterhausen bin!!!"
Er verlässt Gruß-los den Laden und kann in seiner Wut, die schon offen stehende Eingangstür leider nicht hinter sich zu knallen...

Und da freue ich mich für meine Leser, weil ich gerade darüber nachdachte, dass ich Euch ja gar nix zu schreiben habe, weil in letzter Zeit alle Kunden so freundlich waren. -Muss man aber auch mal sagen.

2 Minunten später steht er wieder in der Tür:
"Wissen Sie was. Ich wohne zwar in Königswusterhausen, aber ich habe hier auch noch eine Zweitwohnung. Und ich habe festgestellt, wenn man hier nicht jeden an-scheißt, kann man sich im Westen nicht durchsetzen!"
MFFV: "Na da haben Sie ja jetzt doll was erreicht, schönes Wochenende noch!"

 Und es stellen sich mir wieder so viele Fragen.
Ich weiß, dass es im Brandenburger Königswusterhausen auch ein freundliches Mobilfunkfachgeschäft gibt. War das jetzt ein Vergleichstest? War er da auch schon? Oder hat er sich von der dortigen Inhaberin extra für diesen Auftritt trainieren lassen? Hat Sie ihn geschickt, weil Sie heimlich meinen Blog liest, damit hier endlich mal wieder was los ist?
Sind die Mystery-Shopper wieder unterwegs? Diesmal zum Thema
"Ist der Verkäufer  beschimpfungstauglich  -5 Punkte" ?
Verschwörungstheorien.


Mittwoch, 1. Februar 2012

Kunde: "Ich hätte gerne eine Auflade-Karte für 20,- Mark."
Mffv: "Mark... Die gibt es aber nur für 15,- Euro oder 25,- Euro."
Kunde: "Gut, dann nehme ich eine für 20,- Euro."

Samstag, 28. Januar 2012

Mein Handy hat ein Geräusch gemacht


Mein Handy  hat heute Nacht  ein Geräusch gemacht. Wie ein Wecker, über den man eine dicke Decke gelegt hat.
Wissen Sie, das war gegen 24:00. Da waren mein Mann und ich noch  wach, weil wir Besuch aus Jatznick hatten. Den haben wir  gerade verabschiedet.
Nein, eine Vibration kann das nicht gewesen sein, es lag ja auf einer Tischdecke auf dem kleinen Tisch.
Und ich mach das Telefon ja auch nachts aus, da erwarte ich  keine Anrufe. Meine Tochter  ruft ja eher am Nachmittag  an.
Nein, eine Weckfunktion habe ich nicht eingestellt, ich hab ja keine Ahnung von Technik.Wissen Sie, ich benutze das Handy ja nur ganz selten, und dann nur zum telefonieren.
Nein, nein, das kann heute Nacht nicht wieder passieren. Solange hatten wir heute nicht vor, wach zu bleiben.

Dienstag, 24. Januar 2012

Katzenfutter kann man auch mit EC-Karte bezahlen


 

Mffv: "Dieses gebrauchte Handy können Sie leider nicht mit EC-Karte bezahlen, das kann ich nur bar in die Kasse einbuchen."
Kunde: "Wieso nicht, Sie haben da doch so einen Automaten!"
Mffv: "Das stimmt, aber da der Mobilfunkanbieter keine gebrauchten Handys verkauft, kann ich das auch nicht auf dem EC-Konto des Mobilfunkanbieters verbuchen."
Kunde: "Wenn ich Katzenfutter kaufe, kann ich das auch immer  mit EC-Karte bezahlen!!!!"
Mffv: "Ja, aber vermutlich auch kein gebrauchtes Katzenfutter."