Samstag, 20. Juli 2013

Ben Sherman und Timo Beil



Mein Mobilfunkenmariechen rief mich neulich an:
Da ist ein Paket für Dich gekommen.
"Von einem Ben Sherman aus England.“
"Ach, Gott! Der ist doch schon längst Tod", antworte ich schallend lachend.
Betretenes Schweigen. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Sherman


Diese Geschichte erzähle ich gestern einer Freundin, da erinnert sie sich an eine ähnliche:
Papa sagt zur Tochter "Da hat jemand angerufen,weiß auch nicht so was der wollte, Du sollst mal Timo Beil (T-Mobile) zurückrufen."




Montag, 8. Juli 2013

Eskalationsordner

Sehr geehrte Kunden,
leider kann ich z.Z. keine weiteren Schwierigkeiten annehmen, mein Eskalationsordner ist voll.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Das mach ich mal mit Spucke sauber...

Da denkt man, es ist schon alles passiert und alles aufgeschrieben und der Blog hat seine Schuldigkeit getan.
Aber nee.
Die Simkarte eines Kunden funktioniert nicht mehr. Sie wurde abgestellt wegen längerer Nichtnutzung.
Kunde: "Ich brauch` die Rufnummer aber dringend, damit ich angerufen werden kann, wegen Autoscout  und so."
Es folgt eine Personenbeschreibung, die dem Leser den Verlauf der Ereignisse etwas näher bringt:
Mann um die 50, dicker Bauch,Wurstfinger, dunkles Basecap, Parker im natogrünenTarnmusterdesign, mittelprächtig gepflegt, Motorola Timeport Business-Handy anno 1999, Simkarte entsprechend alt.

Ich rufe die Händlerbetreuung zwecks Neuaktivierung der Simkarte an.
Sein Kennwort weiß der Kunde nicht. "Sowas hab` ich nicht."
Die Daten des Personalausweises werden abgefragt.
Die Telefonnummer hat er ganz pragmatisch mit Edding direkt auf die Simkarte geschrieben.
Der Händlerbetreuer fragt nach der Simkartennummer, die auf der Simkarte steht, um sie wieder zu aktivieren.
Die auf der Simkarte eingestanzte Seriennnummer ist allerdings, wegen der dicken Eddingbeschriftung in dunkelblau, nicht mehr lesbar.
Ich versuche es ohne Erfolg mit einer Lupe. Denke gerade über diverse Reinigungsmittel vor Ort nach...
Fällt mir der Kunde in die Gedanken: "Ach das rubbel ich eben mit Spucke runter."
Ein Mann, der weiß was zu tun ist, auch außerhalb der Zivilisation....
Der Händlerbetreuer folgt gespannt am Telefon unserem Gespräch.
Zögerlich reiche ich dem Kunden die Simkarte zurück, er spuckt sich auf die Finger und fängt an auf der Simkarte zu reiben.
"Ist schon besser, geben sie mir mal  ihre Lupe!"
"Mit Ihren Spuckefingern?!?"
"Dann nehme ich eben die linke Hand."
"Nein."
Weiß nicht was auf der linken Hand nun wieder drauf ist.
Halte ihm die Lupe über seine Simkarte, die ich nun auch nicht mehr anfassen will. Der Kunde kann die Nummer aber auch mit meiner Lupenassistenz nicht lesen.
Ich instruiere den Kunden: "Na, dann gehen Sie mal schön nach Hause und reinigen die Karte ordentlich. Dann können sie wiederkommen. Besser noch, sie schreiben mir die Nummer auf. Und noch besser, Sie rufen die Kundenbetreuung selbst an."
Und der Händlerbetreuer am Telefon verabschiedet sich von mir herzlich, schäbig lachend...




Samstag, 15. Juni 2013

Handy kaputt oder Simkarte defekt - Eine Fehlersuche

Eine Kundin ruft mich an.
Ihr Handy zeigt an, dass die Simkarte nicht gelesen wird.
Das Handy wurde schon 3x ausgetauscht, aber der Fehler besteht immer noch.
Ich schlage vor, eine andere Karte in das Handy einzulegen. Hat sie gemacht, funktioniert auch nicht.
Ich schlage einen Simkartentausch vor.
Sie sagt, die Simkarte funktioniert in einem anderen Handy.
Ich kann mir den Fall nicht erklären.
Ich sage, dass ich Ihr nicht weiterhelfen kann, da ich kein Gerät zum 4. Mal einschicke, mit dem gleichen, vermeintlichen Fehler, da die Geräte ja immer ausgetauscht werden und mir dieser Fehler nicht als typisch für das Galaxy S3 Mini bekannt ist. Das hat also keine Logik und ich vermute den Fehler doch eher bei der Karte.
Sie möchte bitte, trotzdem die Karte in einem anderen Gerät funktioniert hat, die Simkarte von ihrem Netzbetreiber tauschen lassen, bzw. in das andere Geschäft gehen, in dem das Gerät gekauft wurde.
Ja, gut.
Kundin steht 20 Minuten später bei uns im Laden.
Bittet mich, das Gerät mit einer anderen Karte zu testen, was sie aber ja selber schon gemacht hatte, wie sie vorher am Telefon sagte.
Ich nehme die Simkarte aus unserem Galaxy S 3 Mini um sie in das Handy der Kundin einzulegen.
Kundin: "Ach, gehört da eine normale Karte rein? Ich hab` immer meine kleine Micro-Simkarte da reingesteckt.".....

"Jaaaaaaa. Und deshalb haben Sie Ihr Gerät nun 3 mal zur Reparatur eingeschickt?"

Mittwoch, 12. Juni 2013

Das neue Simkarten Malheur

Ihr ahnt gar nicht wie viele Micro-Simkarten in Simkartenlesern von normalen Slots verschwinden.
Und Apple hat´s erfunden.
Nach 10 Jahren klassischer Simkartengröße fällt denen ein, super, wenn wir die normalen Simkarten um die Hälfte verkleinern, können wir irre viel Platz im Gerät sparen.
Es müssen von den Netzbetreibern also extra Micro-Simkarten für das iPhone 4 hergestellt werden, damit man das Ding dann auch benutzen kann.
Das finden die anderen Handy-Hersteller auch super und bauen in Ihre Smartphones auch Micro-Simkartenleser ein, aber nicht bei allen Geräten. Mal so, mal so.
Ganz nebenbei stellt Apple fest, man kann die Simkartengröße nochmal auf Nano-Größe reduzieren (Die ist dann nur noch 12 x 9 mm klein).
Seitdem jonglieren und pusseln wir Verkäufer und Kunden mit 3 unterschiedlichen Simkartengrößen rum.
Toll sind die ganz neuen Geschichten von Missgeschicken, die wir jetzt im Geschäft haben!
Meistens verschwinden zu kleine Simkarten unwiederbringlich in den Mobilfunkgeräten. Sowas kann man ja heutzutage auch nicht mehr aufschrauben. Da hilft kein schütteln und pusten und auch kein Mädchenwerkzeug wie Haarnadel, Pinzette und Nagelfeile...
Sogar mein sehr technikaffiner Mann hat schon eine Micro-Sim für immer in einer LTE-Station für Standard-Simkarten versenkt...
An einem freundlichen Sonntag, ohne mich vorher zu fragen, bei uns zu Hause, während meiner Anwesenheit in der Wohnung! Sonntag LTE-technisch versaut.
Und auch hierbei war der Schraubenzieher nicht die Lösung des Problems.


Dienstag, 11. Juni 2013

Döner, Eis und Zwiebel-Mettwurstbrot !

Die drei Todsünden von Kunden im Geschäft:
Nicht duschen und sich frische Luft zu fächeln, damit wir den schlechten Körpergeruch abbekommen,
Döner, Eis, Mettwurstbrot mit Zwiebel und insbesondere Kleinkinder mit Bubbletea.
Huch, das waren ja schon 5 schlechte Manieren!
Diese Liste ist natürlich unendlich erweiterbar...
O.k., das Bubbletea-Problem ist heimlich verschwunden.

Freitag, 5. April 2013

Deeskalationstechnik

Das Mobilfunkenmariechen empfängt einen wütenden und schimpfenden Kunden:
"Es wäre total schön, wenn Sie mir sagen, worum es geht, bevor Sie mich anschreien."

Freitag, 1. März 2013

Eene Dicke und eene Dünne.

Ein Telefonat:
"Mobilfunkfachgeschäft, Sie sprechen mit Frau Mobilfunkfachverkäuferin, was kann ich für Sie tun?"
Anruferin: "Ja hallo, icke bin´s."
Mffv: "Hallo Frau Icke."
Anruferin: "Na wir kennen uns doch! Wir kommen immer zu zweit. Eene Dicke und eene Dünne. Ach nee, zwee Dicke. Wissen se nich?"
Mffv: "Ein Name würde mir eventuell weiter helfen."

Montag, 25. Februar 2013

Meine Briefträgerin hasst mich

Kurz vor Weihnachten wurde uns eine neue Briefzustellerin, mittleren Alters, zugeteilt.
Briefträger stehen heutzutage unter hohem Zeitdruck und gondeln nicht mehr gemütlich mit dem Fahrrad durch die Gegend. Und um 14:00 Uhr haben sie auch noch nicht, wie früher, Feierabend. 
Weiß ich von meiner Freundin und Lieblings-Briefträgerin AD. Frau A. aus H. Die ich in unserer Jugend immer um ihren schönen Beruf beneidet habe und auch sonst viel Freude mit ihr und der Post hatte. Siehe: Stille Post
Ohne Gruß der Postfrau könnte ich "auf Arbeit" leben, ohne Plauderei sowieso, das erledigen ja schon meine Kunden.
Aber, dass Sie mir die Post mit einem knappen "POST!" auf meinen WPT (Warenpräsentationstisch) sportlich wirft, um 1,5 Meter Fußweg zum Tresen zu sparen, fand ich trotz Weihnachtstress befremdlich. Dieser WPT heißt im Fachjargon ja nicht umsonst WAREN-Präsentationstisch. D.h. dort werden Handys für die Kunden ausgestellt. Ich möchte nicht, dass meine Post, während ich ein Kundengespräch nach dem nächsten führe, irgendwo zwischen den Handys rumliegt. Sieht ja auch nicht aus. Und kann ja auch versehentlich wegkommen.
NACH dem ganzen Weihnachtstrubel hab ich sie dann darauf angesprochen. Ich würde mich freuen, wenn sie mir die Post doch bitte auf den Verkaufstresen legen könnte.
"Sie sehen doch, dass ich sie hier hingelegt habe". war der trockene Kommentar. Stimmt. Meistens.
In der Folgezeit landete die "POST" meistens auf dem Tresen, gerne wurde sie mir aber auch mitten im Kundengespräch "POST!" in die Hand gedrückt, sollte ich mit dem Kunden gerade in der Nähe der Tür stehen.
Ich glaubte, sie hasst mich. Fragte im Handyshop gegenüber nach. Auch dort hatte die Mitarbeiterin  Schwierigkeiten die fliegende Post einzufangen, bzw. zu finden. Sie beruhigte mich lächelnd und sagte: "Sie hasst alle."
Ich fragte mich, ob sie im Supermarkt den Kassiererinnen die "POST!" auch auf die Laufbänder schmeißt, weil die dem Eingang am nächsten sind. Das ist vielleicht praktisch.
Denn wenn am Ende das Laufband die Briefe auffrisst, bevor die Kassiererin den Briefen hinterher hechtet, könnte man sie vielleicht im Inneren auffangen und mit unterirdischen Laufbändern ins Büro der Buchführung leiten.

Nachdem die Briefe mal wieder bei freiem Zugang zum Tresen, nahe der Tür zwischen die Handys segelten, schrieb ich einen Hinweis an die Post, mit dem Vorschlag, die Route der Briefzustellerin vielleicht zu verkürzen, um ihre Zeitnot zu lindern.
Ich erhielt ein ausfürliches und freundliches Rückschreiben:
Die entsprechende Abteilung würde mit der betreffenden Mitarbeiterin sprechen.
manbedauere, entschuldigeunannehmlichkeiten, werdemitarbeiterinhinweisen, postseikundenorientiertesunternehmen und erwartefreundlichesauftreten, hoffefreundlichstetc.

Einige Tage später mit falschem Lächeln:
"Wo möchten Sie ihre Post haben, hier auf den Tresen?" Sie betonte, dass sie meine Beschwerde gelesen hätte, sich niemand sonst beschwert hätte, und sie die Briefe im Supermarkt an der Info abgibt. (Bei der Gelegenheit frage ich mich gerade, wo in diesem kleinen Supermarkt eine Info ist?).

Neulich wollte ich ihr einen halben Meter ersparen und hielt meine Hand in ihre Richtung. Sie ignorierte mich und legte die Post auf den Tresen.

Meine Mitarbeiterin grinste mich an "Sie hasst Dich."
Ich bin zerknirscht. Ich wollte bestimmt keinen Streit, ausgerechnet mit einer Briefbotin.

Seit Tagen frage ich mich, was nun wieder los ist. In letzter Zeit  kommt stattdessen ein freundlicher junger Briefträger.

Ob sie vielleicht inzwischen komplett den ganzen Weg von zu Hause einspart? Oder wirft Sie die Briefe aus dem Fenster, 16. Stock der Oberpostfiliale?


Samstag, 16. Februar 2013

Dog Paul

GADGET MOMENTAN NICHT AKTIV 
Hier ist Paul - nett, talentiert und loyal. Er kann sitzen, liegen und eine Rolle machen. Du kannst ihm ein Spielzeug geben und beobachten, wie er reagiert. Unterhalte Paul durch Ballspielen oder gib ihm einen Knochen. Belohne Ihn mit  einem Leckerli. Er setzt sich, durch doppelklicken der Maus auf dem Boden neben ihm. Doppelklicke erneut, damit er sich hinlegt. Dann halte die die Maustaste gedrückt und machen eine Kreisbewegung um ihn zum rollen zu bringen.Viel Spaß

 

Samstag, 9. Februar 2013

Dreimal "NEIN" ist immer noch "NEIN".

Kunde: Haben Sie ein iPad da?
Mffv: Nein.
Kunde: Nein?
Mffv: Nein.
Prüfender Blick des Kunden über die Brille.
Mffv: Warum sollte ich "nein" sagen, wenn ich doch eins da hab` ?
Kunde: Haben Sie nun eins da oder nicht?
Mffv: Nein.

Kunde: Wieso nicht?
...

Sonntag, 27. Januar 2013

Meine Frau hat auch schon Feierabend

Vier Minuten nach Feierabend. Die Ladentür ist bereits geschlossen, aber noch nicht verschlossen. Ein Kunde schlendert hinein, ich bin schon in Mantel und Mütze.
"Wir haben eigentlich schon Feierabend..."
"Ich hab´nur mal ´ne Frage. Haben sie Taschen für das Galaxy S III ?"
"Ja, aber die Kassensysteme sind schon geschlossen."
"Das macht nix, ich will ja nur mal gucken."
Beflissen zeigt ihm das Mobilfunkenmariechen eine Auswahl unterschiedlicher Modelle.
Ich packe derweil meine Sachen zusammen und schalte schon mal das eine und andere Licht aus.
Ich höre aus dem Verkaufsraum den Kunden: "Ach ja, die ist sehr schön, die wird meiner Frau bestimmt gefallen, ich komm` dann morgen noch mal."
"Na dann können Sie die Tasche auch gleich mitnehmen."
"Ich will erst meine Frau fragen, die kann ich gerade nicht erreichen. Sie hat keinen Empfang in ihrer Umkleidekabine. Wissen Sie, die arbeitet nämlich auch im Handel."
Der Kunde lehnt lässig, mit den Händen in den Hosentaschen am Tresen und
ich krieg gleich die Motten unter meiner Wollmütze, und nehme sie erst einmal wieder ab.
"Na dann hat sie ja jetzt auch schon Feierabend..."  5. Wink mit dem Zaunpfahl.
"Ja, die ist aber auch erst gegen 21.00 Uhr zu Hause."
"Ja, ja,..." hole ich mit dem letzten und größten Zaunpfahl zum Wink aus "...bis die Kunden immer alle so raus sind..."
Meine Kollegin reißt vor Entsetzen über meine Frechheit, die Augen in meine Richtung weit auf.
Aber auch dieser Schlag prallt watteweich an unserem Kunden ab. Seelenruhig erzählt er noch etwas über die schlechten Bahnverbindungen für seine Frau und trollt sich dann gemütlich nach Hause.

Ich bin mir SICHER, der hatte noch so viel Zeit, weil vor 21:00 Uhr kann seine Frau ja nicht das Abendessen für ihn vorbereiten! Hab´ ich dann aber nicht mehr nachgefragt.




Samstag, 12. Januar 2013

Wie war Dein Tag?

Ich frage das Mobilfunkenmariechen, das inzwischen auch schon mal alleine im Laden arbeiten kann: "Wie war Dein Tag?"
"Ach schön, die Kunden waren total nett.
Die haben sogar meine Witze verstanden :-) "

Dienstag, 8. Januar 2013

Meine Frau versteht nichts von Technik


Eben, gerade passiert!

Ein Kunde fragt nach einem Preis für das NOKIA LUMIA 610.
Der Preis ist ihm zu hoch.
Kunde: „Das gab es ja bei Mediamarkt viel billiger. - Aber die haben keine mehr.“
Ja nee, ist klar. Ich zeige ihm einige Alternativ-Modelle.
Kunde: „Warum müssen die denn immer alle so teuer sein, früher…“
Mobilfunkfachverkäuferin: „Früher konnten Sie damit SMS auf einem grünen Bildschirm schreiben, und das einzige Spiele-Highlight war „Snake“. Heute stecken in einem Smartphone ein ganz anderes Betriebssystem und eine höhere Ausstattung drin. Es bietet Ihnen auch viel komfortablere Anwendungen an.
Kunde: „Naja,  aber Frauen können mit der ganzen Technik, die da drin steckt, ja sowieso nichts anfangen.“
Mobilfunkfachverkäuferin: „Ich glaube, da stehen Sie hier aber in dem ganz falschen Laden.“
Seine Frau  setzt ihr, er-meint-das-nicht-so-Lächeln auf.
Kunde: „Aber meine Frau kommt damit sowieso nicht klar.“
Ich lasse mich also von meiner "Cloud" herab, die mein Mann für mich eingerichtet hat ;-) und  wende mich an seine Frau:
„Gut, da habe ich dann ein sehr schönes Seniorenhandy  für Sie, - das traut ihr Mann ihnen hoffentlich zu. - Ganz einfach, in freundlichem weiß, - nur SMS-schreiben,  -Telefonfunktion, - keine Kamera nur eine Taschenlampe und SOS-Notfallknopf.“

Man glaubt es ja nicht:
Die Kunden waren keine Senioren. Denen hätte ich das Verhalten vermutlich verziehen.
Sie waren in der Altersklasse Mitte 40 !!!



Dienstag, 18. Dezember 2012

Karamellbonbon vs Weihnachts-Schokokugel

Smarter Mittdreißiger, in schickem Agentur-Business-Dress-Outfit packt langsam, während er mir in gepflegtem Hochdeutsch seine Rechnung deklariert, ein Kaubonbon aus. Bevor er seine Fragen stellt, nimmt er das recht große Bonbon in den Mund und stellt, mit offenem Mund kauend, seine Frage. Ich starre entsetzt auf das zerkaute Karamell-Bonbon in seinem Mund. Kann  mich gar nicht auf die Fragestellung konzentrieren.
"Moment bitte".  Ich öffne die Tresenschublade, suche mir eine besonders große Schokoladen-Weihnachtskugel aus, stopfe sie mir auch in den Mund, lächle freundlich und empfehle ihm kauend die Hotline für sein Problem.

Da war jetzt 4 x "Mund" im Text. Besser kann ich das jetzt nicht.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Fische füttern! 1.0

Ist eigentlich irgendjemandem schon mal aufgefallen, dass man die Fische auf meinem Blog füttern kann?
Das macht nicht wirklich Sinn. Sie scheinen auch nicht dicker zu werden, obwohl ICH mich regelmäßig dazu verleiten lasse, sie zu füttern. Ein ziemlich unkompliziertes Tamagotchi. Kennt das noch jemand? Gibt es noch welche? Zum Beispiel in Tokyo als HelloKitty?
Hallo Herr Botschaftsangehoerigenangehoeriger haben Sie da was entdecken können?
Es scheint aber auch keine negativen Konsequenzen zu haben, wenn Sie nicht gefüttert werden. Sauber machen muss man auch nichts.
Also, es ist keine Werbung. Kann man einfach mal mit der Maus anlocken und mit einem Klick füttern. 
Es fallen auch keine versteckten Kosten an und man fängt sich auch kein Fische-Abo ein.
Nur so, zur Erbauung, ohne Sinn und Verstand....

Ach so, Leser, die nur die mobile Blog-Version auf dem Handy nutzen, können die Fische nicht sehen. Also auch nicht füttern. Na irgendwas ist ja immer.

Und inzwischen sind die Fische zur Abwechslung gegen "Dog Paul" ausgetauscht.
Dog Paul

Samstag, 8. Dezember 2012

Falschaussagen: B96 und 32 16 8

Ich fahre mit dem Taxi nach Hause. Auf dem Weg, an einer Ampel wird der Taxifahrer vom Beifahrer eines anderen Autos nach dem Weg gefragt.
"Passiert das öfter", frage ich meinen südländischen Taxifahrer.
"Ja, klar."
"Stört Sie das gar nicht?"- Keine Antwort. Da sacht er nix.
"Ich frag` ja nur, weil ich in meinem Laden  auch den ganzen Tag alles Mögliche gefragt werde, ohne dass ich damit Geld verdienen kann. Nur weil die Menschen glauben, dass ich das ja sicher weiß. Da kann man ja mal fragen... "
"Ach ich nehme das gelassen. was soll ich da machen."
"Na, Sie könnten einfach einen falschen Weg ansagen."  ;-)
Da lacht der Taxifahrer. "Und antworten Sie auch was falsches?“
Da lache ich auch und sage: "Aber prima Idee, das probiere ich morgen mal aus.“
Und wie wir uns so amüsieren, verpassen wir laut lachend die richtige Abzweigung.
Nun muss der Taxifahrer einen Umweg fahren. Und wir müssen immer noch lachen, weil das bestimmt die Rache unserer "bösen Gedanken" war. Weil wir uns ausgemalt haben, wie der Taxifahrer sagt. " Ach, da sind Sie hier aber ganz falsch! Da fahren Sie mal rechts und immer die B96 runter..."
Dafür mussten wir nun einen lustigen Umweg fahren. Aber der Taxifahrer hat sich immer weiter gefreut. Er hatte nämlich kurz vorher seine teure Mütze verloren.
Aber dafür, sagt er, hat er ja mich gefunden. Und es war ja eine außerordentlich lustige Fahrt. Er wollte danach nochmal zurück fahren seine Mütze suchen. Ich glaube ganz bestimmt, dass er sie wieder findet. Weil er eigentlich so ein netter Mensch ist und vermutlich es doch nie über`s Herz bringt, die Leute in die Walachei zu schicken. Sondern immer nur heimlich an unsere Taxifahrt denkt und sich sagt: aber ich könnte einfach....
Und ich nehme mir vor, meinen Kunden ab morgen einfach eine falsche Nummer, der Kundenhotline zu sagen, z. B.:

"Unter zwo-und-dreißig, 16, 8, herrscht Konjunktur die ganze Nacht....-Skandaaaal!!!"





Dazu passt auch ganz gut die Geschichte "Ich möchte zum..." von Sash aus seinem Blog
"gestern-nacht-im-taxi.de":
http://gestern-nacht-im-taxi.de/wordpress/2012/12/05/das-wo-ah/#comment-36407